Rena Fischer

Rena Fischer liebt das Reisen, Spaziergehrunden mit ihrem Hund und das Eintauchen in fremde Welten. Besonders die schottischen Highlands haben es ihr angetan. Vor ihrer Karriere als Autorin lebte und arbeitete sie einige Jahre in Spanien und Irland. Renas Autorinnenherz schlägt für das Erschaffen neuer komplexer Welten. Heute lebt sie mit ihrer Familie in München und schreibt vor allem Jugend- und Fantasyromane mit einem Hauch Romantik.

Alle Bücher von Rena Fischer

Cursed Worlds 2
... erwacht das Licht
zum Buch
Cursed Worlds 1
Aus ihren Schatten ...
zum Buch

3 Fragen an Rena Fischer

Was bedeutet Schreiben für dich? 

Schreiben ist Eintauchen in neue Wirklichkeiten. Man schreibt etwas aus sich heraus, von dem man anfangs selbst noch gar nicht weiß, dass es existiert. Natürlich fließen meine Emotionen und Lebenserfahrung in die Texte ein, aber ich schreibe schließlich nicht autobiografisch. Meine Geschichten sind sich unaufhörlich wandelnde Zerrspiegel der eigenen Realität, zeigen neue Facetten, Visionen und Chancen, lassen Träume oder auch Albträume wahr werden. Ich liebe es, mich in meinen Fantasiewelten zu bewegen und wie eine Schauspielerin in die Rollen meiner Figuren zu schlüpfen. Unendliche Möglichkeiten entrollen sich vor einem. Schreiben ist ein bisschen wie das erste Eis an einem sonnigen Tag im Frühling - zuerst spürt man nur die erfrischende Kühle, dann explodiert der Geschmack auf der Zunge. 

Was müsste passieren, damit du mit dem Schreiben aufhören würdest? 

Tatsächlich ist mir diese Frage vor einiger Zeit in einem Interview schon einmal gestellt worden und hat mich zu meiner Idee für einen neuen Jugendthriller inspiriert. Die Hauptperson ist zunächst ebenso schreibbegeistert wie ich und es braucht sehr dramatische Ereignisse, um ihr das Schreiben zu verleiden.  

In dem Vertrauen darauf, dass mich nicht ähnlich erschreckende Szenarien demnächst ereilen, kann ich mir aktuell nicht vorstellen, mit dem Schreiben aufzuhören. Im Gegenteil. Ist es nicht wahnsinnig schön, dass man diesen Beruf bis ins hohe Alter ausüben kann? Sogar während meiner Sehnenscheidenentzündung vor ein paar Jahren habe ich weitergeschrieben, indem ich einen Großteil des Buches mit einer Diktiersoftware aufgenommen habe. Und das Feedback von euch Leser:innen zu meinen Geschichten ist so beflügelnd - nein, ich kann mir nicht vorstellen, mit dem Schreiben aufzuhören. 

Hast du einen Tipp für junge, angehende Autor:innen? 

Lest Bücher verschiedener Genres und Zeitepochen und Schreibratgeber. Beginnt, die Tipps aus diesen Ratgebern mit kleinen Fingerübungen umzusetzen, indem ihr eure Umgebung, die Menschen im Bus, im Café, Dialoge oder eine Handlung beschreibt. Überprüft, wie sich das Geschriebene verändert, wenn ihr die Szene in Ich-Person oder aus anderen Perspektiven erzählt. Lest eure Texte laut vor, nehmt sie auf und spielt sie hinterher ab, um sie kritischer zu betrachten. Versucht, Romane, die euch faszinieren, mit dem Autorenblick zu analysieren: Warum ist diese Szene spannend? Wie baut der/die Autor:in Cliffhanger ein? Am meisten hilft es, eine tägliche Schreibroutine von zumindest einer Stunde einzuhalten. Sucht euch Gleichgesinnte zum Austausch. Gespräche über Texte oder Schreibideen können einen unglaublich voranbringen, weil jeder Mensch eine ganz andere Sichtweise auf die Worte und die Handlung hat und andere Erfahrungen mit sich bringt. Ich wünsche euch von Herzen viel Freude bei euren ersten Schritten in die aufregende Welt des Schreibens! 

 

 

Foto von Rena Fischer: ©Studioline Photography