Jennifer Schumann

Jennifer Schumann liebt neue Herausforderungen und lebt ihr Motto „Macht das, was euch erfüllt“: Zuerst arbeitete sie im pharmazeutischen Bereich. Dann kam sie über ihre Leseleidenschaft zum Schreiben und veröffentlichte 2011 ihren ersten Roman. Aktuell ist sie nicht nur Autorin, sondern erfüllt sich einen weiteren Traum und studiert Rechtswissenschaften. Sie schreibt sowohl unter ihrem eigenen Namen, als auch unter dem offenen Pseudonym Sophia Chase und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Linz (Österreich).

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3 Fragen an Jennifer Schumann

Welcher Moment bei der Entstehung eines Buches ist für dich der schönste? 

Am schönsten finde ich es, die ersten Kapitel zu schreiben. Nach der Ausarbeitung der Figuren und der Planung der Geschichte ist das der Moment, in dem meinem Gedankenkonstrukt plötzlich Leben eingehaucht wird. Da bin ich nervös und hibbelig, weil für mich die ersten Seiten den „Ton“ der Charaktere bestimmen. So verrückt das klingt, aber erst da präsentieren sich meine Protagonisten auch mir so richtig. Manche sind viel überdrehter, melancholischer oder verschlossener als ich zuvor geplant habe. Aber genau das finde ich besonders spannend.

Womit prokrastinierst du am häufigsten? 

Ich glaube, das kennt fast jeder: Soll man sich auf eine Aufgabe konzentrieren, kommt einem das Piepen der Waschmaschine sehr gelegen. Liegt man hingegen auf der Couch, überhört man sämtliche Geräusche, die einen an eine Pflicht erinnern sollen (bewusst). Das Handy lege ich beim Schreiben schon ganz weit weg, damit ich zumindest nicht dauernd auf Instagram hänge. Trotzdem ertappe ich mich manchmal dabei, wie ich völlig sinnlose Dinge auf Google nachlese, was mich im Anschluss natürlich wieder total ärgert. So auch wie jetzt gerade - „50 Tipps gegen Aufschieberitis“ – naja, vielleicht ist dieser Artikel sogar ganz nützlich.

Hast du einen Tipp für junge, angehende Autor*innen? 

Aus meiner Sicht ist es wichtig, sehr viel zu lesen, um möglichst vielen Schreibstilen zu begegnen und zu entscheiden, welcher einem am besten gefällt. Außerdem bekommt man dann ein gutes Gefühl für den Aufbau einer Geschichte und dessen Dynamik. Essenziell ist aber auch, selbst zu schreiben, Dinge zu probieren und seinen eigenen Texten mit Lob aber auch mit einem prüfenden Blick zu begegnen.

 

Foto von Jennifer Schumann: ©Melanie Eichenauer