Blick ins Buch

Cards of Love

Die Magie des Todes

Nach der Schule weiß Giulietta nichts mit ihrem Leben anzufangen – nur das Legen von Tarotkarten begeistert sie. Dann stirbt ihr geliebter Vater in Venedig. An einen Unfall glaubt sie nicht und zieht kurzentschlossen in die Stadt, vor der er sie immer gewarnt hat. Dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, erfährt sie schon sehr bald.

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Übernatürliche Fähigkeiten, ein magisches Tarotkartendeck und der mysteriöse Malvolio – Realität und Einbildung verschwimmen und Giulietta gerät selbst in Gefahr. Eine Schlüsselperson ist Malvolio, zu dem sie sich stark hingezogen fühlt, aber nicht weiß, ob er ihr bei der Suche nach dem Mörder wirklich helfen will.

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

ISBN: 978-3-96976-017-8

Erscheinungstermin: 06.11.2021

Seiten: 384

 

Erhältlich als:

Paperback: 15.00 Euro

E-Book: 9.99 Euro

Hörbuch: Exklusiv bei Audible

Das sagt die Community

Das Thema Tarot finde ich sehr aufregend und hier besonders interessant umgesetzt - dazu möchte ich allerdings nicht zu viel verraten, außer vielleicht: OH MEIN GOTT?!?

josyschapters (Instagram-Profilname)

Von Seite eins an hat mich die Atmosphäre total fesseln können. Sie ist magisch, mysteriös, und irgendwie düster, man spürt direkt die Spannung, die sich langsam aufbaut, und einen bis zum Ende nicht mehr loslässt.

lualeni_liest (Instagram-Profilname)

Giulietta war Giulietta - eine Frau mit Ziel. Und so lieb sie auch ist, Malvolios Kapitel haben mir die Seele gewärmt. Der ganze Typ. Das Ende. DAS ENDE. 

k_vantgarde (Instagram-Profilname)

Ich liebe das Konzept hinter diesem Buch so, so sehr!! (…) Es ist einfach so unfassbar brillant und genial und magisch!  

alinas.zeilenzauber (Instagram-Profilname)
Portraitfoto der Autorin Nena Tramountani

Die Autorin

Nena Tramountani

Nena Tramountani ist mit Büchern aufgewachsen, aber irgendwann reichte ihr das Lesen nicht mehr: Mit 16 Jahren fängt sie an zu schreiben – und erschließt damit eine ganz neue Welt für sich. Ihr Romandebüt, noch unter einem Pseudonym, erscheint sechs Jahre später. Nach ihrem Studium…

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Erstes Kapitel

Der Tod und seine Begleiter

»Stell deine Frage, tesoro.« Noemi und Speranza saßen mir gegenüber auf dem Sofa und sahen mich erwartungsvoll an. Die Räucherstäbchen verströmten den Duft von Sandelholz, und die Karten blitzten unter dem Seidenschal in der Holzschatulle auf. Es war kurz nach einundzwanzig Uhr, wir hatten ein spätes Abendessen zu uns genommen und uns dann wie schon so oft mit einem Tee ins Wohnzimmer gesetzt. Unzählige Kerzen erhellten den Raum, das Licht hatten wir ausgeschaltet. »Was erwartet mich in den nächsten Monaten?« Unter Noemis Auge zuckte es, aber Speranza griff, ohne zu zögern, nach den Karten, um sie zu mischen. Ihre bunten Armreife klapperten bei jeder Bewegung, rutschten auf ihren gebräunten Armen vor und wieder zurück. Die Frage war zu allgemein gestellt, und außerdem verschleierte sie meine eigentlichen Probleme: Hätte ich heute vielleicht doch auf die Party gehen sollen?

Cards of Love

Musste ich mir so langsam Sorgen darüber machen, dass ich den Abend lieber mit den beiden verbrachte als mit meinen ehemaligen Klassenkameraden? Speranza legte den Stapel verdeckt auf den Tisch, bevor sie ihn fächerartig vor mir ausbreitete. Sie nickte mir mit einem Lächeln zu, also schob ich mein schlechtes Gewissen beiseite und zog die erste Karte. Eine welkende Rose vor rabenschwarzem Hintergrund. Die Blüte senkte den Kopf, und ein einzelnes Blatt fiel in die Tiefe. Darüber ein heller Lichtstreifen in Halbmondform. Zwischen schwarz und weiß prangten fünf Pentagramme. »Fünf Münzen«, flüsterte ich und schob sie in die Mitte des Tisches, bevor ich mich nach hinten sinken ließ und in den weichen Ohrensessel schmiegte. Das offensichtlich dunkle Omen bereitete mir im Moment wenig Sorgen – ich war viel zu konzentriert, um mich an die Bedeutung der Karte zu erinnern.

 

Cards of Love

Wir hatten uns für heute Abend das keltische Kreuz ausgesucht. Ein beliebtes Legesystem, um einen umfassenden Einblick in die Vergangenheit und die Zukunft eines Menschen zu bekommen. Und außerdem die perfekte Übung für mich. Auch wenn mein Vater mir die Hölle heiß machen würde, wenn er wüsste, dass ich nicht bei meiner ehemaligen Klassenkameradin Chiara war. »Was symbolisiert die erste Karte?«, fragte Noemi mit bewegungsloser Miene und schlang ihren Fransenschal enger um ihren schmalen Körper. Ich lächelte. »Die Ausgangssituation. Das grundlegende Thema meiner Frage.« Sie ahnte, dass meine Frage nicht aufrichtig gewesen war. Und ich ahnte, was das bedeutete: Die Karten mochten es gar nicht, wenn man seine wahren Absichten verschleierte. »Also?« Speranza rückte ihre Hornbrille mit dem Zeigefinger zurecht. »Trauer, Sorgen und Erkrankung«, sagte ich, nun doch etwas zerknirscht.

Cards of Love

»Ich werde noch tiefer in die Sorgenspirale geraten. Ausgelöst von Zurückweisung oder Gedanken, die ich mir über meine Berufs- oder Studienwahl mache. Eine plötzliche Krankheit könnte auch dazukommen.«

Die beiden blieben still. Als ich aufsah, lächelte sogar Noemi mich aufmunternd an und wies auf die Karten. Nummer zwei war dran. Ich griff nach einer Karte auf der linken Seite, die etwas herausragte, und legte sie aufgedeckt orthogonal über die erste. Diese stand für einen Menschen oder ein Ereignis, das für die Ausgangssituation hinderlich war. Mein Herz schlug jetzt deutlich schneller. Maden. Widerliche Augäpfel. Und ein von neun Schwertern durchbohrter Tierschwanz. »Neun Schwerter«, sagte ich, ohne zu zögern.